COSIMA – Competence building in simulation processes for apprentices and adolescent employees

In dem Projekt COSIMA wird das in Deutschland entwickelte Instrument für Simulationsprozesse „Fabrik im Seminarraum (FiS)“ für die Situation junger Menschen in der Berufsorientierung sowie von Auszubildenden und jugendlichen Arbeiternehmern/
innen (bis 25 Jahre) adaptiert und in die beteiligten Partnerländer transferiert.

Die „Fabrik im Seminarraum (FiS)“ dient der Prozessoptimierung in Unternehmen und verbindet theoretisches Methodentraining mit realen Voraussetzungen, dadurch wird ein hohes Maß an direktem Praxisbezug geschaffen.
Die erlangten Erkenntnisse aus der „Fabrik im Seminarraum FiS)“ ermöglichen einen neuen, direkteren Blickwinkel auf tatsächliche Hindernisse im eigenen Unternehmen. Mitarbeiter/innen berücksichtigen in ihren Handlungen zusammenhängende Prozessabläufe und werden somit für eine effektivere Arbeitsweise sensibilisiert.

Zusammenfassung
Komplexe Anforderungen der in ständiger Veränderung begriffenen Strukturen heutiger Arbeitsmärkte stellen Konzepte zur beruflichen Qualifizierung vor neue Herausforderungen. Direkter Praxisbezug und die Möglichkeit einer flexiblen, bedarfsorientierten Anpassung werden zur Grundvoraussetzung für erfolgreiche, effektive Qualifizierungsmaßnahmen. Dabei geht es nicht länger nur darum, dem einzelnen Methoden und Ansätze zu vermitteln, vielmehr soll der Mitarbeiter im Kontext des Unternehmens-
umfelds gesehen und entsprechend geschult werden.
Als Instrument für Simulationsprozesse bietet die „Fabrik im Seminarraum (FiS)“ in dieser Hinsicht ein breites Spektrum an Möglichkeiten, speziell Prozessoptimierungsmethoden als Basis nachhaltigen Wirtschaftens dem Mitarbeiter im Rahmen von Unternehmensplanspielen vorzustellen.

Die Teilnehmer/innen erlangen durch diese Lernweise, dem projektorientiertem Lernen, unterschiedliche Kompetenzen wie eigenverantwortliches Lernen, Teamfähigkeit, Analysefähigkeit, Kommunikations- fähigkeit sowie interkulturelle Kompetenz. Projektorientiertes Lernen umfasst Gruppenarbeiten, Diskussionen, eigenverantwortliches Handeln und die Übernahme von Verantwortung.
Junge Arbeitnehmer/innen und Menschen in der Berufsorientierung oder Ausbildung erfahren spielerisch diese wichtigen und notwendigen Fähigkeiten, die umgehend bzw. in Zukunft genutzt werden können. Zugleich profitiert das eigene Unternehmen am angeeigneten Wissen der Jugendlichen in Form der gelebten Prozessoptimierung.

Das Projektkonsortium, bestehend aus acht in der beruflichen Qualifizierung aktiven Partnern aus Deutschland, Österreich, Spanien, Portugal, Schweden, Estland und der Tschechischen Republik,
strebt die Anpassung der bestehenden Methodik der „Fabrik im Seminarraum“ an die Bedürfnisse
der Projektzielgruppe (Jugendliche bis 25 Jahre) und den anschließenden Transfer in die beteiligten Partnerländern sowie die europaweite Anwendung an.

Beschreibung
Um die Adaptierung und den Transfer des Konzeptes der „Fabrik im Seminarraum (FiS)“ zu verwirklichen, wird die Unternehmenssimulation „Fabrik im Seminarraum (FiS)“ für Jugendliche in der Berufsorientierung, Auszubildende und junge Arbeitnehmer/innen aufbereitet und passende Module und Lehrmaterialien (interkulturelle Kompetenz, Prozessoptimierungsmethoden) sowie ein pädagogisch/didaktisches Konzept entwickelt und ins Englische übersetzt.
Die erstellten Unterrichtsmaterialien, Arbeitsanweisungen zum Planspiel usw. werden in mehreren Phasen erprobt.
Trainer/innen der Projektpartner werden im Rahmen einer Pilotierungsphase, des sog. „Train-The- Trainer-Lehrgangs“, intensiv und ganzheitlich in der Methodik der „Fabrik im Seminarraum (FiS)“ und ihrer Anwendung ausgebildet. Anschließend werden die Unterrichtsmaterialien in alle Landessprachen übersetzt und gleichzeitig die Inhalte und pädagogischen Grundlagen an die nationalen Anforderungen
in den Partnerländern angepasst, so dass die Schulung in den jeweiligen Partnerländern getestet und nachhaltig implementiert werden kann.