FiS-KVP-Werkzeuge

Der Einsatz von KVP-Werkzeugen hilft Prozesse zu optimieren, Produkte zu verbessern und die Servicequalität zu erhöhen. In der Fabrik im Seminarraum (FiS) arbeiten die Teilnehmenden mit den KVP-Werkzeugen Wertstrom- und Spaghettidiagramm, den 7 Verschwendungsarten, dem Ursachen-Wirkungsdiagramm sowie 5A und erfassen zahlreiche Kennzahlen. Alle Visualisierungen sind verständlich und nachvollziehbar. Darüber hinaus können die dargestellten Werkzeuge direkt in die eigene Unternehmensrealität übertragen und angewendet werden.
Wertstromdiagramm
Die Analyse und Gestaltung des Wertstroms (Wertstromdesign genannt) ist ein Kern-Prinzip der Lean Management-Philosophie. Produktions- und Dienstleistungsprozesse können damit gestaltet und optimiert werden.

Was ist mit Wertstrom gemeint?
Der Wertstrom umfasst alle Prozesse im Produktions- oder Dienstleistungsablauf in der gesamten Wert-
schöpfungskette vom Lieferanten bis zum Kunden – insbesondere Material- und Informationsflüsse.
Wenn Sie wissen, wie der Wertstrom durch Ihr Unternehmen läuft und wer daran beteiligt ist, können Sie das gesamte Prozesssystem auf diesen Wertstrom abstimmen, ihn
optimal unterstützen und alle Ressourcen effizient nutzen.

Kennzahlen
Während den Simulationsrunden erfassen wir verschiedenste Kennzahlen. Unter anderem sind dies:

  • Produktivitätskennzahlen
  • Kennzahlen zu unterschiedlichen Kostenarten
  • Qualitätskennzahlen
  • Nacharbeitskennzahlen
  • Kennzahlen zu Liefertreue und Lieferzeit
  • etc.

Spaghettidiagramm
Das Spaghettidiagramm ermöglicht eine erste Analyse des Ist-Zustandes. Sie erfassen damit Wege und Transportvorgänge einfach, schnell und nachvollziehbar. Dadurch werden in einem Arbeitssystem weite Laufwege der Mitarbeiter oder ineffiziente Transportvorgänge sofort sichtbar.

Wie entsteht ein Spaghetti-Diagramm?
Innerhalb eines bestimmten Zeitraums werden alle Wege, die z.B.
ein Mitarbeiter zurücklegt, auf einem Layout des betrachteten Arbeitssystems eingezeichnet. Es entsteht ein Bündel von Linien – ähnlich wie Spaghetti auf einem Teller.

Muda
Muda ist der japanische Begriff für „Verschwendung“. Im Toyota-Produktionssystem werden nur solche Tätigkeit als wertschöpfend angesehen, für die der Kunde auch zu bezahlen bereit ist.
Alle anderen Tätigkeiten sind per Definition Verschwendung. Verschwendung wird allerdings aufgeteilt in „vermeidbare“ und „heute noch unvermeidbare“. Die vermeidbare Verschwendung muß direkt beseitigt werden. Gleichzeitig sollte die heute noch unvermeidbare Verschwendung kontinuierlich reduziert werden. Ursprünglich wurden neben dem Begriff Muda auch die Begriffe Mura (Abweichung) und Muri (Überbelastung) verwendet, heute ist Muda als Synonym für alle Arten der Verschwendung allgemein üblich.

Zum Abschluss der eintägigen Veranstaltung erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand der 7 Verschwendungsarten (Muda) Hinweise auf Verschwendungen in den von ihnen gestalteten Geschäftsprozess. Bei der zweitägigen Veranstaltung starten wir am zweiten Tag mit den 7 Verschwendungsarten.

5A
5-A-Aktionen sind ein weiteres wichtiges Werkzeug für ihren erfolgreichen KVP Einsatz im Unternehmen und am Arbeitsplatz.
Eine 5A-Aktion ist die Grundvoraussetzung für jeden erfolgreichen Veränderungs- und Verbesserungsprozess und die Vermeidung von Verschwendung.

Diese Methode kommt im Rahmen der Fabrik im Seminarraum (FiS) am zweiten Tag zum Einsatz und geben den Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusätzliche Hinweise auf Verbesserungen für die dritte Simulationsrunde.

Ursachen-Wirkungs-Diagramm (Ishikawa-Diagramm)
Ein Ursache-Wirkungs-Diagramm ist eine graphische Darstellung
von Ursachen, die zu einem Ergebnis führen oder dieses maßgeblich beeinflussen. Alle Problemursachen, insbesondere diese aus der zweiten Simulationsrunde helfen den Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu identifizieren.

Das Ishikawa-Diagramm wurde Anfang der 1940er Jahre vom japanischen Wissenschaftler Kaoru Ishikawa entwickelt und später auch nach ihm benannt. Diese Technik wurde ursprünglich im Rahmen des Qualitätsmanagement zur Analyse von Qualitätsproblemen und deren Ursachen angewendet. Heute lässt sie sich auch auf andere Problemfelder übertragen und hat eine weltweite Verbreitung gefunden.